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Top12 Bundesranglistenfinale Jugend/Schüler
19.02.2011
20.02.2011
Europa/Berlin
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Wer weis es von Euch ?
Ein englischer Geschäftsmann namens Gibb soll etwa um das Jahr 1900 seinen Kindern von einer USA-Reise kleine weiße Bälle aus Zelluloid als Spielzeug mitgebracht haben. Als er selbst mit einem Pergamentschläger und den Bällen spielte, stellte er fest, dass die Bälle "Ping-Pong" ähnliche Geräusche erzeugten. Gibbs Nachbar, ein Sportartikelgroßhändler, ließ alsbald die Bezeichnung "Ping-Pong" weltweit schützen und es dauerte nicht lange, bis die ersten fabrikmäßig hergestellten Schläger und Bälle in den Geschäften käuflich erworben werden konnten. "Ping-Pong" etablierte sich als ein durchaus gesellschaftliches Unterhaltungsspiel. Als Wettkampfsport setzte sich Tischtennis erst nach dem ersten Weltkrieg durch.
Während eines Turniers im Jahre 1920 quälten den englischen Spieler Good schlimme Kopfschmerzen. Er begab sich in eine Apotheke um Tabletten zu kaufen. Als er das Wechselgeld auf einer kleinen Gummimatte mit Noppen zurückbekam, kam ihm eine revolutionäre Idee. Er besorgte sich zwei Stück dieser Gummimatten, klebte sie auf seinen Schläger und gewann am nächsten Tag das Turnier. Nur noch selten gelang es danach Spielern mit einfachen Holz- oder Korkschlägern sich gegen die darüber entstandenen Gummischläger durchzusetzen. Erst 1926 trafen sich in Berlin Vertreter verschiedener nationaler Verbände, u.a. Österreich, Ungarn, England, Schweden und Deutschland, um die ITTF, die Internationale Tischtennisförderation zu gründen. Als erste Maßnahme wurde die regelmäßige Austragung einer internationalen Meisterschaft, die zunächst eine Europameisterschaft sein sollte, beschlossen. Unmittelbar vor dem Turnier gab es jedoch ein Problem. Neben zahlreichen Spielern aus den verschiedenen europäischen Mitgliedsländern hatte auch ein in England lebender Inder um die Teilnahmeberechtigung gebeten. Weil man ihm die Turnierteilnahme nicht verweigern wollte, wurde mit einem Federstrich aus den ursprünglich geplanten europäischen Titelkämpfen die erste Weltmeisterschaft. Im Endspiel waren zwei Ungarn, Roland Jacobi und Zoltan Mechlovits. Jacobi stand am Tisch und spielte sich warm. Er trug lange Hosen, ein weißes Hemd und eine Fliege. Angesprochen darauf, dass er ja so kein Endspiel bestreiten könne, erklärte er, dass er noch nie in kurzen Hosen aufgetreten wäre und dass er das auch heute nicht tun würde. Er nahm lediglich bei Spielbeginn seine Fliege ab und schlug seinen Landsmann Mechlovits mit 3:0 Sätzen.
1936 waren die Weltmeisterschaften nach Prag vergeben. Die Zuschauer sahen vor allem langweilige Spiele, weil den Spielern der Mut fehlte, über das relativ hohe Netz anzugreifen. Die auf ursprünglich 8 Stunden am Tag festgelegte Spieldauer musste auf 20 Stunden ausgedehnt werden. Aber selbst diese Verlängerung reichte nicht aus, das Turnier musste abgebrochen werden. Die Spieler kamen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nach Prag zurück, um das Turnier zu Ende zu spielen. Als eines der bekanntesten Beispiele für die langwierigen und langweiligen Spiele dieser Zeit gilt die Begegnung zwischen dem Rumänen Lupu Paneth und dem Polen Alex Ehrlich. Ein einziger Ballwechsel hatte zwei Stunden und fünf Minuten gedauert. Es war logisch, dass man Regeln ändern musste, wenn man die Attraktivität des Tischtennissports erhalten, bzw. anheben wollte. Die Netzhöhe wurde auf die noch heute gültige Höhe von 17,5 cm auf 15,25 cm verringert und eine Zeitregel wurde eingeführt. Sie besagte, damals, dass nach einer Satzdauer von 15 Minuten der aufschlagende Spieler nach spätestens 12 Ballwechseln den Spielpunkt gemacht haben muss, um den Punkt nicht zu verlieren. Eine Vielfalt von Regeländerungen waren im Laufe der Jahre die Folge.
Die wichtigsten Änderungen bezogen sich dabei bis zum Jahr 2001 meist auf die Aufschlagtechnik und das Spielmaterial. Die Ingenieure und Techniker der Sportartikelhersteller geben sich große Mühe, das Spiel immer schneller und für den Gegner unberechenbarer zu machen. Die Verbände versuchen durch Verbote bestimmter Materialien diese Entwicklung aufzuhalten, damit das Spiel auch für den Zuschauer interessant bleibt. Seit dem Jahr 2001 revolutionieren weitere Regeländerungen und seit den letzten Weltmeisterschaften in Osaka müssen fortan alle Spielerinnen und Spieler mit dem neuen 40mm-Ball ihre Wettkämpfe bestreiten. Man erhoffte sich eine Verlangsamung der Ballgeschwindigkeit, um das Spiel für Zuschauer in den Hallen und am Fernsehen attraktiver zu machen. Außerdem gilt seit 2001 eine neue Zählregel, statt einen Satz bis 21 Punkte zu spielen hört er heute bei 11 Punkten auf (mit zwei Punkten Unterschied) und die letzte Änderung, die Aufschläge dürfen nur noch vor dem Körper ausgeführt werden und zwar so, dass die Bälle während der gesamten Aufschlagphase vom Schiedsrichtertisch eingesehen werden können.
Ganz sicher bin ich darüber: die nächste Regeländerung wird folgen!
HJJ